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Hoffnung für Timmy den Wal aus der Ostsee

Vielleicht kommen Timmy die anderen Wale zu Hilfe, die jetzt einer nach dem anderen so geheimnisvoll in der Ostsee auftauchen allen voran der weiße Wal. Als die Menschen unserem Timmy die künstlichen Walgesänge vorspielten, um ihm wieder Lebensmut zu geben, hat er nicht darauf reagiert, wohl aber die anderen Wale im fernen Atlantik. Sie haben die Walgesänge vernommen. Und hochintelligent wie sie sind, haben sie mit ihren feinen Sensoren auf der Haut den Standort Timmys ausgemacht, den sie die ganze Zeit schon vermissten und bereits um ihn trauerten. Nun aber machten sie sich auf den weiten Weg wohlwissend um die Gefahr, in die sie sich selber begeben würden, sobald sie die salzarme Ostsee erreichten, was Gift für ihre empfindsame Haut war. Und die Gefahr des Strandens war ebenfalls groß. Doch Timmys Familie ging das lebensgefährliche Wagnis ein. Es galt Timmy zu retten. Es galt, Timmy wieder nach Hause zu holen zurück in die hellschimmernden Tiefen des atlantischen Ozeans seiner Heimat. Ihrer aller Heimat.

Also schwammen die Wale Tag und Nacht durch die Meere. Die künstlichen Walgesänge hatten aufgehört. Doch inzwischen waren sie so nah an der Ostsee, dass sie das Schnauben und Blasen von Timmy hören konnten. Manchmal hörten sie ihn auch singen. Es klang wie ein Weinen leise und sehnsuchtsvoll. Längst hatte sie Timmy seinerseits gehört. Er spürte ihr Kommen und schlug aufgeregt mit der Schwanzflosse hin und her, dass sich das Wasser in hohem weitem Bogen um ihn herum freudig aufbäumte. Die Wale waren jetzt ganz nah. Einer nach dem anderen tauchte auf und dann rasch wieder unter, denn die Menschen wurden schon auf sie aufmerksam. Es wurde Nacht, die Bagger schwiegen, die Menschen gingen nach Hause und gönnten sich ein Glas Rotwein. Morgen kommt Timmy auf die Schaumgummimatratze und dann geht’s ab ins Meer, dachten sie froh. Es wurde ruhig. Langsam fast unmerklich kam ein leichter Nachtwind auf, der sich nach und nach zu einem Sturm steigerte. Das Wasser stieg rasch immer höher, immer höhere größere Wellen rollten heran. Nun konnten sich die anderen Wale gefahrlos nähern, denn bei diesem Wellengang war ein Stranden so gut wie unmöglich. Sie umringten Timmy, der sich bereits freischwimmen konnte, so hoch war inzwischen das Wasser gestiegen. Es war keine Zeit zu verlieren. Bis zum Morgengrauen mussten sie verschwunden sein, wollten sie rechtzeitig den Baggern und der Schaumgummimatratze und den Menschen entfliehen. Die Wale nahmen den geschwächten Timmy in ihre Mitte. Sie berührten ihn zur Begrüßung vorsichtig und sanft mit ihrer Schnauze und schwammen los. Doch wohin? Der Sturm peitschte, das Meer brauste, die Wellen überschlugen sich, der Regen prasselte herunter und nahmden Walen jegliche Sicht. Eine erneute Verirrung drohte, die wiederum in der Ostsee enden könnte. Das durfte nicht sein! Timmy würde das nicht nochmal überleben. Die Wale schnaubten verwirrt. Sie stießen kleine erschrockene Laute aus, die ängstlich über dem tobenden Wasser schwebten.

Da tauchte wie von Geisterhand von Ferne ein riesiger weißer Wal auf größer als sie alle. Immer wieder war er in den letzten Tagen von den Menschen erstaunt wahrgenommen worden. Keiner wusste, woher er kam. Und keiner hatte bemerkt, dass er immer und unablässig in der tiefen Nacht Timmy umkreist hatte, ihn beobachtete, ihn beschützte. Rasch näherte er sich der Walfamilie. Sein Blick glitt aus unergründlichen Tiefen über sie hinweg. Für einen kurzen Augenblick ruhte er liebevoll auf Timmy, der inmitten seiner großen Walfamilie geborgen im Wasser ruhte. Seine Atemzüge gingen leicht und gleichmäßig. Der weiße Wal schwamm los. Die anderen Wale folgten ihm erleichtert und voller Vertrauen. Mit sicheren kraftvollen Bewegungen ebnete er der Walfamilie den weiten Weg durch das Meer, dass sich nach und nach beruhigte. Sie fanden endlich alle den Weg nach Hause. Mit Timmy.

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